Drugchecking bei Freiraum e.V.

In den Jahren 1995-97 ließen auch Mitarbeiter des Hamburger Drogenhilfeträgers Freiraum e.V. Substanzproben analysieren, die ihnen von Nutzerinnen und Nutzern des Drogenkonsumraums übergeben wurden.Es handelte sich jeweils um als Heroin oder Kokain aus dem Straßenverkauf erworbene Proben, deren Zusammensetzung und/oder Dosierung aber von den Besitzern als ungewöhnlich oder verdächtig bezeichnet wurde. Die Ergebnisse wiesen nach, dass der Anteil des nachgewiesenen Heroins und Kokains stark schwankte (bei Heroin: zwischen 0 und 95 Prozent; bei Kokain: zwischen 0 und 100 Prozent). Darüber hinaus fanden sich in einigen Proben auch Coffein, Lidocain, Paracetamol, Acetylcod, Noscapin, Codein, Morphin, Monoacetylmorphin, Acetylcodein, Tebain, Papavenn sowie das Spaltprodukt Methylecgonin. Obwohl die Projektverantwortlichen das Testen der Substanzen und die Rückmeldung an die Konsumentinnen und Konsumenten als erfolgreich und dringlich ansahen, musste es auf Drängen der Hamburger Verwaltung 1997 eingestellt werden.

Das Berliner Drugchecking-Programm von Eve & Rave e.V.

Bei gefährlichen Proben wurden Warnflyer in Berliner Szenelokalitäten verteilt. Die Ergebnisse wurden zu Listen zusammengefasst und von der Deutschen Aidshilfe in ihrem Rundbrief an alle deutschen Aidshilfen versändet. Später wurden die Testergebnisse auch auf der Homepage der Giftinformationszentrale Bonn (Universitätsklinikum der Rheinischen Friedrich Wilhelm Universität Bonn und Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes […]