Drug-Checking in Deutschland

Zum Testen illegaler Substanzen ist es Privatpersonen derzeit nur möglich, gegen ein Entgelt Substanzproben in Apotheken abzugeben und meist unvollständige, rein qualitative Ergebnisse zu den Inhaltsstoffen zu erhalten. Eine quantitative Analyse (derzeit möglich z. B. im Zentrallabor Deutscher Apotheker) ist zu langwierig und kostspielig, um als niedrigschwelliges Instrument des Gesundheitsschutzes wirksam zu werden. Zudem sind die Beratungsintentionen und möglichkeiten in Apotheken nicht auf die Risikoreduzierung beim Drogengebrauch ausgerichtet.

Auf einzelnen Tanzveranstaltungen wird die Testung von illegal erworbenen Pillen und Pulvern mit Hilfe des Marquis-Reagenz angewendet (Schnelltestverfahren). Auch diese Analyse gibt allerdings keinen hinreichenden Aufschluss darüber, welche Substanzen sich in welcher Menge in den getesteten Proben befinden.

Das Online-Angebot Streckmittelmelder dient dazu, dass sich Cannabis-Konsument_innen gegenseitig vor verunreinigten oder gestreckten Cannabisprodukten warnen.