Schnelltest

Bei den Schnelltestverfahren mit Reagenzlösung (z. B. Marquis-Reagenz) zum Gruppennachweis von Amphetaminderivaten) wird durch Zutropfen der Reagenzlösung auf einen Abrieb der Probe eine Farbreaktion ausgelöst, die typisch für Strukturmerkmale in einer Substanzgruppe sind.

Die wesentlich kostspieligeren immunologischen Verfahren (z. B. Drugwipe®) weisen mit Antikörper-Antigen-Reaktionen und einer gekoppelten (bio)chemischen Reaktion oder einem physikalischen Prozess spezifischer als die Reagenzlösungen die für Drogensubstanzgruppen typischen Strukturmerkmale nach. Immunologische Schnelltests sind hochempfindlich, d. h. mit ihnen lassen sich Drogensubstanzen in sehr geringer Konzentration nachweisen. Sie sind vor allem für den Drogennachweis in Körperflüssigkeiten (Schweiß, Urin, Blut) konzipiert.

Mittels Reagenzlösungen oder immunologischer Schnelltests lassen sich weder Quantifizierungen (Dosis- bzw. Konzentrationsbestimmungen) vornehmen noch bestimmte, möglicherweise toxische Verunreinigungen nachweisen. Auch können sie durch in den Proben enthaltenen Substanzen gestört werden und so zu falsch positiven oder falsch negativen Ergebnissen führen.

Chemische und immunologische Schnelltests für die unterschiedlichsten psychotropen Substanzen werden u.a. im Internet-Versandhandel angeboten (z. B. drugtest.at, nal-vonminden.de).

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