Gesundheitsförderung in der Jugendarbeit

Gesundheitsförderung in der Jugendarbeit
Interaktive Methoden und Best-Practice-Beispiele

Schön und möglichst immer fit und leistungsfähig zu sein, ist längst zum gesellschaftlichen Mainstream geworden und für Jugendliche besonders wichtig. Gleichzeitig nimmt die Zahl seelischer Erkrankungen und sogenannter Wohlstandskrankheiten deutlich zu. Entsprechend ist Nichtrauchen in, Normalgewichtige finden sich in der Regel zu dick und Übergewichtige fühlen sich oft ausgegrenzt.

Zahlreiche Programme und Maßnahmen greifen dies auf und bieten die Möglichkeit, gesundheitsrelevante Themen auch mit Kindern und Jugendlichen zu bearbeiten. Wer in der Jugendarbeit beschäftigt ist, weiß gleichzeitig aber auch: Angebote unter dem Schlagwort „Gesundheit“ interessieren Jugendliche meistens überhaupt nicht. Dieses Seminar widmet sich daher Fragen wie:

  • Ist Gesundheitsförderung überhaupt ein Thema in der Jugendarbeit?
  • Sollten dafür spezielle Angebote entwickelt werden? Wenn ja, welche?
  • Wie bringe ich Gesundheitsthemen in die alltägliche Arbeit ein, ohne dass es den Jugendlichen und mir zusätzlichen Stress bereitet?

Vordergründiges Ziel der Fortbildung ist es, Ideen und Impulse für die alltägliche Arbeit mitzunehmen. Neben einer Einführung in die Erkenntnisse und den aktuellen Stand moderner Gesundheitsförderung und Prävention werden Best-Practice-Beispiele und unterschiedliche interaktive Methoden in der Arbeit insbesondere mit Jugendlichen vorgestellt.

Themen:

  • Einführung in modernes Verständnis von Gesundheitsförderung und Prävention sowie in die Konzept von Salutogenese und Empowerment
  • Soziale Bedingungen für Gesundheit(sförderung) (empirische Erkenntnisse über den Zusammenhang von sozialer Ungleichheit und Gesundheit etc.)
  • Gesundheit und Gender: besonders für Jungen/Mädchen geeignete Ansätze und Übungen
  • Lebenswelten und Entwicklungsaufgaben im Jugendalter
  • Möglichkeiten und Grenzen der Umsetzung von Gesundheitsförderung in der Jugend(sozial)arbeit, eigene Ressourcen und Kompetenzen
  • Methoden der Selbstreflexion (eigene Haltung und Perspektivübernahme)
  • Möglichkeit der Fallbearbeitung
  • Vorstellung von Best-Practice-Beispielen
  • Vermittlung von interaktive Methoden mit (Kindern und) Jugendlichen

Die Teilnehmer_innen erhalten eine umfassende Handreichung.

  • ReferentInnen: Katharina Richter, Rüdiger Schmolke
  • Zeitumfang: 2 Tage
  • Kosten: € 500,-/Tag, ggf. plus Fahrtkosten (MWSt fällt nicht an)