Kinder in suchtbelasteten Familien

Fortbildungen Kinder in suchtbelasteten Familien

In Deutschland leben ca. 2,7 Millionen Kinder und Jugendliche mit einem suchtkranken Elternteil zusammen. Sie sind deutlich öfter Opfer von Vernachlässigung und Gewalt, regelmäßig mit elterlicher Überforderung und Aggression konfrontiert, übernehmen nicht selten elterliche Funktionen und bilden die größte Risikogruppe zur Entwicklung eigener Suchterkrankungen und anderer psychischen Störungen.

Eine gelingende Arbeit mit diesen Kindern und ihren Eltern stellt vor besondere Herausforderungen und braucht neben thematischem Basiswissen auch spezielles Handwerkszeug für eine ressourcenorientierte Präventionsarbeit, eine klare Haltung, die Fähigkeit, eigene Grenzen zu erkennen und Methoden der Abgrenzung und Krisenintervention.


Fortbildungen 

In unseren Fortbildungen werden Möglichkeiten des verantwortlichen Umgangs mit Anforderungen und Belastungen in der Arbeit mit suchtbelasteten Familien anhand folgender Fragen entwickelt:

  • Welche Auswirkungen hat eine Suchterkrankung auf das Zusammenleben?
  • Welche Erfahrungen machen Kinder aus suchtbelasteten Familien, welche Reaktionen zeigen sie, welche typischen Rollenmuster nehmen sie an?
  • Was brauche ich als Fachkraft, um mit Sucht in der Familie fachlich richtig und persönlich verantwortungsvoll umgehen zu können? Was genau ist mein Auftrag? Wo sind meine Grenzen?
  • Wie sieht eine qualifizierte Hilfe für die betroffenen Kinder aus? Woran erkenne ich, welche Art der Hilfe sie brauchen?
  • Was ist in der Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und anderen wichtig?
  • Wo sind die Grenzen der Unterstützung für die Eltern und wann ist das Kindeswohl in einem Maße gefährdet, so dass eine Fachkraft die Herausnahme aus der Familie empfehlen muss?

  • Adressaten: Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die mit Kindern in suchtbelasteten Familien arbeiten
  • Dauer: mind. 6 Zeitstunden
  • Kosten: Sprechen Sie uns an!