Chilli KompT

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   Chilli KompT – Chill out Kompetenztraining

Gesundheitsförderung und Suchtprävention in Kita, Hort und Grundschule 

Das Projekt Chill out Kompetenztraining (Chilli KompT) stärkt die allgemeinen Lebenskompetenzen Potsdamer Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Prävention von Suchtverhalten und zur Gesundheitsförderung in den Settings Kita, Hort und Grundschule.

Chilli KompT nutzt vorrangig die Themenbereiche Ernährung, Medien und Suchtverhalten, um einen Zugang zu den Kindern herzustellen.

In den Kompetenztrainings steht das Erlangen vielfältiger sozialer Kompetenzen (wie Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit, Gruppenzugehörigkeit etc.), die Stärkung von Wahrnehmung, Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein (Ich-Stärkung) und der Umgang mit Konflikten und schwierigen Lebensereignissen (Bewältigungsfähigkeit) im Vordergrund.

Neben den Kindern selbst wendet sich das Projekt an die Eltern und Familien der Kinder sowie an die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die täglich mit den Kindern arbeiten.

Den Eltern und Familien bietet das Projekt vielfältige Informationen, Kompetenzschulungen und Möglichkeiten der Auseinandersetzung, vornehmlich mit den Themen Erziehungsverhalten, Ernährung und Nutzung von Medien sowie Konsum und Suchtverhalten.

Die Angebote für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren beinhalten Methodentrainings vor allem zur Schulung von Reflexion und Sensibilisierung der Kinder und Eltern. Inhaltlich orientiert sich das Projekt auch hierbei an den Themen Ernährung, Mediennutzung sowie Sucht- und Abhängigkeitsverhalten. Hinzu kommen Angebote zur Stoffkunde und zum Rechts- und Hilfesystem.

Wenn sie Interesse an einer Kooperation mit uns haben, bitte wenden sie sich an: Susanne Ehrler
Fon 0331 – 2879 1258
s.ehrler@chillout-pdm.de

Fortbildungsangebote für Fachkräfte und Eltern im Bereich Kita und Hort

„Abhängigkeit und Gefühle“ – Basismodul
MultiplikatorInnenschulung oder Elternworkshop

Ziel: Vermittlung von Basisinformationen zur Entstehung von Sucht und Abhängigkeit,
Verdeutlichung des Zusammenhangs Gefühle-Abhängigkeit
Im Rahmen der Fortbildung werden wir uns mit folgenden Inhalten beschäftigen:

  • Definition und Begriffsbestimmungen, u.a. Leitlinie zur Diagnose “Abhängigkeit“ der WHO
  • Suchtentstehung und –entwicklung
  • Was lässt sich für Sie aus der Gefühlswelt von Kindern im Alter zwischen drei und sechs bzw. sechs und zwölf Jahren ableiten? z.B. Entwicklungsaufgaben von Kindern in diesem Alter
  • Wahrnehmung von Gefühlen und angemessener Umgang
  • Authentizität und Stabilität in der Beziehung
  • Feedback

„Freiheit in Grenzen“
Dieses Modul
– bieten wir im Rahmen des Projekts Chilli KompT sowohl als MultiplikatorInnenschulung als auch als Elternworkshop an,
– lässt sich gut mit „Erst das Vergnügen, dann die Arbeit“ kombinieren!

Ziel: Auseinandersetzung mit der Bedeutung von Grenzen und Abgrenzung im Kontext
Suchtprävention, Entwicklung angemessener Abgrenzungsstrategien im Arbeitsalltag

Im Rahmen der Fortbildung beschäftigen wir uns mit folgenden Inhalten:

  • Assoziationen zu den Begriffen Grenzen/ Abgrenzung
  • Bedeutung von Grenzen – positiv/negativ
  • Welchen persönlichen Nutzen ziehe ich daraus, dem Kind (keine) Grenzen zu setzen?
  • Feedback

„Typisch Junge – typisch Mädchen!“
Geschlechtsspezifisches Arbeiten in der 
Suchtprävention
MultiplikatorInnenschulung

Ziel: Reflexion der eigenen rollenspezifischen Prägung und Auswirkungen auf das eigene Erziehungsverhalten

Im Rahmen der Fortbildung beschäftigen wir uns mit folgenden Inhalten:

  • Bedeutung geschlechtsspezifischen pädagogischen Arbeitens in der Suchtprävention
  • Unterschiedlicher Umgang mit Risiko und Grenzen bei Jungen und Mädchen
  • Geschlechtsspezifische Entwicklung im Kitaalter vs. gesellschaftliche Rollenzuschreibung
  • Was ist angeboren, was ist „gewachsen“?
  • Wie erleben sie Jungen und Mädchen in ihrer täglichen pädagogischen Arbeit?
  • Geschlechtsspezifisches Arbeiten im Kitaalltag-was läuft bereits, was ist möglich?
  • Jungenthemen finden, einfühlen in Jungensituationen
  • Eigene rollenspezifischen Prägung und Auswirkungen auf das eigene Erziehungsverhalten
  • Wie geht es mir im Team als Frau/Mann?
  • Feedback

„Kinder in suchtbelasteten Familien“
MultiplikatorInnenschulung

Ziel: Entwicklung von Möglichkeiten des verantwortlichen Umgangs in der Arbeit mit
Kindern in suchtbelasteten Familien
Im Rahmen der Fortbildung werden wir uns mit folgenden Inhalten beschäftigen:

  • Eigenes Erleben als Kind /Jugendlicher
  • Wie erleben sie suchtbelastete Familien, die Kinder, die Betroffenen Eltern? Was begegnet ihnen im Arbeitszusammenhang? Welche Fragen ergeben sich für sie daraus?
  • Verhaltensmuster von Kindern in suchtbelasteten Familien
  • Gesetzmäßigkeiten
  • Eigene Ressourcen, Bedarfe, Grenzen
  • Hilfreiche Netzwerke/Adressen
  • Feedback

„Erst das Vergnügen, dann die Arbeit“
MultiplikatorInnenschulung
Dieses Modul lässt sich gut mit „Abhängigkeit und Gefühle“ kombinieren!
 

Ziel: Verankerung von gesundheitsfördernden Haltungen und Angeboten im Hort

Im Rahmen der Fortbildung werden wir uns mit folgenden Inhalten beschäftigen:

  • Wo begegnet mir das Thema Gesundheitsförderung / Suchtprävention im Hortalltag?
  • Was haben diese Themen mit mir selbst zu tun – Motto: und wer fragt nach mir und meiner Gesundheit?
  • Wann habe ich diese Themen in meinem Bereich schon einmal aufgegriffen, angesprochen bzw. behandelt?
  • Wo gibt es mögliche Schnittstellen zu anderen Bereichen im Rahmen der Hortarbeit?

„Wut im Bauch – Umgang mit Konflikten“
MultiplikatorInnenschulung

Ziel: Auseinandersetzung mit dem eigenen Konfliktverhalten; Anregung zur Schaffung
einer positiven durch Wertschätzung geprägten Streitkultur als gesundheitsfördernde
Maßnahme in der Einrichtung

Im Rahmen der Fortbildung werden wir uns mit folgenden Inhalten beschäftigen:

  • Was ist ein Konflikt?
  • Wenn Kinder einem Streit zwischen Erwachsenen lauschen, dann achten sie nicht auf das „was“ sondern auf das „wie“.
  • Sensibilisierung für eigenes Konfliktverhalten (Wie reagiere ich selbst in Konfliktsituationen?) 
  • Eigene Konfliktbewältigungsfähigkeiten und –strategien
  • Wie streiten Kinder (Alter, Entwicklungsstand, Geschlecht)?
  • Wie reagiere ich in Konfliktsituationen zwischen den Kindern?
  • Alternativen zur Entwicklung einer positiven Streitkultur im Kita- bzw. Hortalltag (Was wollen wir so erhalten, was können wir anders machen?)
  • Konflikte zwischen KollegInnen, zwischen KollegInnen und Eltern, zwischen Kindern und KollegInnen, zwischen KollegInnen und Leitung
  • Spagat zwischen Authentizität, eigenen Grenzen und gesellschaftlich – moralischen Normen

Rahmenbedingungen

MultiplikatorInnenschulung:

  • Je nach Thema und Bedarf innerhalb der Einrichtung können die Fortbildungen für MultiplikatorInnen eine Zeitspanne von einem halben bis zu zwei ganzen Tagen umfassen.
  • Die Fortbildungen haben Workshopcharakter und werden in der Regel von mindestens zwei MitarbeiterInnen durchgeführt.
  • Die TeilnehmerInnen erhalten jeweils eine Teilnahmebescheinigung und auf Wunsch ein Handout sowie eine Dokumentation der Fortbildung.
  • Im Rahmen unserer Fortbildungen nutzen wir unterschiedliche Methoden, wie: Arbeit in Kleingruppen, Arbeit im Plenum, praktische Übungen, Diskussionsrunden,

Elternfortbildungen:

  • Der zeitliche Rahmen für Elternworkshops liegt bei 1,5 bis 2 Stunden.

Kosten:

Die Kosten für unsere Workshops und Fortbildungen variieren je nach Zeitumfang und
personellem Aufwand und werden individuell mit den Einrichtungen abgesprochen. In unserer Kalkulation gehen wir von einer Kostenbeteiligung in Höhe von € 50,- pro Zeitstunde aus.