Pressemitteilung

 

Ablauf des Ausschreibungsverfahrens zur Suchtberatung und Suchtprävention
am 02.10.2003

Mit Entsetzen reagieren die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Suchtprävention für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Potsdam auf die Anfang September im Wirtschaftsservice der Landeshauptstadt als "zentrale Anlaufstelle für Existenzgründer, ortsansässige und ansiedlungswillige Unternehmen und Investoren" veröffentlichte Ausschreibung von Suchtberatung und Suchtprävention.

Heute läuft nun die Frist zur diesbezüglichen Bewerbung ab, die ohne eine mögliche Einbeziehung der professionellen und kompetenten MitarbeiterInnen der Suchtberatungsstellen von AWO, Diakonie und der Kontakt & Drogenberatungsstelle Chill out, der Arbeitsgemeinschaft Suchtprävention sowie der Selbsthilfegruppen durch den Fachbereich Gesundheit und Soziales in Gang gebracht wurde.

Seit Jahren wird von den Fachkräften vor Ort ein gesamtstädtisches Konzept zur Suchthilfe und Suchtprävention eingefordert. Eine entsprechende Erarbeitung ist nun auf der letzten Stadtverordnetenversammlung Anfang September auf Antrag der PDS beschlossen worden. Nur auf Grundlage eines solchen Konzeptes sind personelle und fachliche Kriterien bzw. Entscheidungen zu fällen.

Der Arbeitskreis Suchtprävention für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene hat bereits im Juli 1999 ein Konzept der Jugendhilfeplanung im Jugendhilfeausschuss und Handlungsempfehlungen für die Suchtprävention vorgestellt, die fortlaufend überarbeitet und veröffentlicht wurden.
Darin werden beispielsweise der Erhalt und der Ausbau eines abgestuften Hilfesystems mit spezialisierten, altersgerechten Angeboten für die unterschiedlichen Betroffenen und Zielgruppen der Drogen- und Suchtprävention und der Suchthilfe als unabdingbar angesehen.

Die Vorgehensweise der Stadtverwaltung hinsichtlich der Ausschreibung für Suchtberatung und -prävention ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar, der geplante Umfang von Personal und Leistung nicht bedarfsgerecht.

Wir fordern die Stadtverordneten auf, dass diese folgenschwere Entwicklung im Interesse der Betroffenen gestoppt wird.

Arbeitsgemeinschaft Suchtprävention für Kinder,
Jugendliche und junge Erwachsene in Potsdam

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