| MAZ 26.09.2003 | ||
Kündigungen verschickt Protestaktion gegen Kürzungen bei Potsdamer Suchtberatung
Protestaktion in der Brandenburger Straße. FOTOS:MAZ/KÖSTER,STAUBE Klienten könnten ab 2004 nur noch 300 betreut werden. „Die Verelendung von hilfebedürftigen Menschen wird zunehmen, Folgeerkrankungen bis hin zu Todesfällen sind anzu nehmen", so Kankarowitsch. Auch die Drogenberatungsstelle „Chill out" muss erste Konsequenzen wegen der drohenden Einsparungen ziehen: „An diesem Freitag müssen wir den Mietvertrag für unsere Räume in der Feuerbachstraße kündigen", sagt Leiter Frank Prinz-Schubert. Bis zum März 2004 muss der Verein dann ausgezogen sein. Zudem habe eine Mitarbeiterin in diesen Tagen ihre Kündigung erhalten. „Mit unserer Suchtprävention erreichen wir Nicht-Konsumenten, aber auch Jugendliche, die erste Kontakte mit Drogen schon hatten", so Prinz-Schubert. Diese Sekundär-Prävention entfalle 2004. Dies würde noch mehr Jugendliche in die Abhängigkeit werfen. Prinz-Schubert warnt: „Die ganze Stadt ist von den Einsparungen betroffen. Noch habe wir keine Heroin-Szene. Aber erste Strukturen bilden sich. Wenn wir hier sparen, müssen wir uns künftig an Junkies in unseren Straßen gewöhnen." Heute feiert „Chill out" seinen 6. Geburtstag um 10 Uhr mit einer Protestaktion vor dem Stadthaus. G.H. |
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