[ MAZ - 30. 05.2003 ]

 

Protest-Post für Jann Jakobs

Aktion für Erhalt von Chill out- Beratung

Ihre Hilfe im Kampf um den Fortbestand der Drogenberatungsstelle im Verein für akzeptierende Drogenarbeit Chill out hat am Mittwoch die Potsdamer PDS angekündigt. Man unterstütze den Verein in "seinem Bemühen, die zugesagten Mittel aus dem Gemeindefinanzierungsgesetz einzufordern", so PDS-Kreisvorsitzender Jura Schöder. Derzeit ist der vom Gesundheitsamt aus Mitteln des Gemeindefinanzierungsgesetzes (GFG) erhaltene Arbeitsplatz in der Drogenberatungsstelle gefährdet, da wegen der Haushaltssperre des Landes keine GFG- Mittel für 2003 fließen und die zur Verfügung gestellten Restmittel von 2002 aufgebraucht sind. "Eine Katastrophe" nannte Dirk Harder, Leiter des Stadtjugendrings, am Mittwoch den möglichen Wegfall der Beratungsstelle mit ihrem Ansatz von niedrigschwelliger akzeptierender Drogenarbeit, für deren Etablierung man in Potsdam lange gekämpft habe. Neben dem Drogenberatungsangebot von Chill out, das derzeit 30 Menschen betreut, gibt es noch jene von Awo und Diakonie. Chill out- Mitarbeiter Frank Prinz-Schubert betonte der Presse gegenüber die nur von Chill out angebotene "niedrigschwellige" Drogenarbeit "ohne Veränderungsappelle".
Mit Aktionen will Chill out auf die für den Verein unhaltbaren Arbeitsbedingungen im Zustand der existentiellen Unsicherheit hinweisen und die Stadt für den Erhalt der Beratung in die Pflicht nehmen: Ab nächster Woche werden Postkarten mit dem Aufdruck "Out?" an öffentlichen Orten ausliegen.
Adressat: Oberbürgermeister Jann Jakobs.

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