Ausbruch |
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| PNN vom 22.07.2005 ATLAS Jan Brunzlow über die Drogenpolitik in der Stadt Die Stadt soll Inventur machen und die Drogenproblematik auf die Tagesordnung
rufen. Die Forderungen der Potsdamer Suchtberater, deren Mittel in den
vergangenen Jahren stark gekürzt wurden, sind nicht neu. Aber jederzeit
aktuell. Die Beratungen für Süchtige sind eingeschränkt
worden, ein Notdienst existiert nicht, Prävention wurde auf das
Nötigste runter gefahren und Fixerstuben gibt es nicht. Jetzige
Bemühungen der Suchtberater sind nur noch der berühmte Tropfen
auf den heißen ... Nein, auf einen Vulkan. Wann er ausbricht kann
aber keiner sagen, denn die Seismologen in der Stadt haben ihre Geräte
in die falsche Richtung gedreht. Die Probleme werden vom Schirm genommen.
Obwohl die Zahl der Heroinabhängigen in der Stadt steigend sei,
schätzen die Suchtberater. Die Spannungen in den Wohngebieten müssen
jedoch aufgenommen werden. Erst dann kann gesagt werden, wie groß
das Problem ist. Noch kann sich die Verwaltung zurücklehnen, denn
es gibt keine Fallzahlen – also auch kein Problem. Das gilt zumindest
für harte Drogen. Die Anzahl ständiger Nutzer von Alkohol
und Tabak sind der Stadt bekannt, das wird in Umfragen ermittelt. Doch
beim Konsum harter Drogen wird die Szene aufgrund der Untätigkeit
nach Berlin verlagert. Und in düstere Ecken der Wohngebiete. |
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