Pressemitteilung vom 26. Mai 2003Konsequenz: Kontakt- und Drogenberatungsstelle Chill out e.V. stellt seine Beratungstätigkeit zum Ende Juni ein. Die Stadt Potsdam investierte in den zurückliegenden 5 Jahren
in die Entwicklung eines niedrigschwelligen Beratungsangebotes für
drogenkonsumierende Jugendliche und junge Erwachsene. War dem Gesundheitsamt bewusst, dass durch die Streichung der Finanzierung ein zentraler, von den Betroffenen akzeptierter Aufgabenbereich der Chill out Kontakt - und Drogenberatungsstelle wegfällt? Ein steigender Beratungs- und Hilfebedarf, insbesondere zur Heroinproblematik,
erhöht die Notwendigkeit grundlegender, abgesicherter und bindender
Rahmenbedingungen. Die Verantwortung für den angekündigten Finanzierungsstopp liegt bei den Entscheidungsträgern in aller Konsequenz gegenüber Chill out e.V., seinen qualifizierten MitarbeiterInnen, den Betroffenen, den Kooperationspartnern und allen NutzerInnen der Angebote unserer Beratungsstelle (Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen, Familien- und Bewährungshilfe, Ärztinnen u.a.). Wir fordern von den politischen Entscheidungsträgern,
die Existenz der bedarfsorientierten niedrigschwelligen Drogenberatung
im Rahmen eines städtischen Suchthilfeverbundsystems nicht nur
zu wollen, sondern die Grundlagen für eine langfristige und gesicherte
Arbeit zu schaffen. |