KIFFEN: Unter Henkel wird das Dope leichter

Der THC-Gehalt in Gras und Hasch ist zuletzt etwas gesunken, hat der Innensenator festgestellt. Nichtsdestotrotz denken CDU-Vertreter im Senat weiter über eine Verschärfung der Rechtslage nach.

taz, 01.10.2012
von Sebastian Puschner

„Das Gras wird immer stärker“, ist eine der hartnäckigsten Kifferlegenden. Sie wurde nun widerlegt – durch die Senatsverwaltung für Inneres unter CDU-Chef Frank Henkel. Dessen Antwort auf eine Kleine Anfrage der Piraten im Abgeordnetenhaus zeigt: Der Wirkstoffgehalt in von der Polizei beschlagnahmten Cannabisprodukten hat sich in den vergangenen Jahren kaum verändert; zuletzt war der sogar leicht rückläufig. „Das Märchen vom immer härteren Gras bemühen all jene, die eine stärkere Verfolgung der Konsumenten wollen“, sagte der Sprecher für Sucht- und Drogenpolitik der Piraten-Fraktion, Simon Kowalewski, der taz. […]

Die Entwicklung des für die Rauschwirkung entscheidenden THC-Gehalts in beschlagnahmten Berliner Cannabisprodukten bietet indes keinen Anlass, härter gegen Kiffer vorzugehen. Knapp unter 10 Prozent lag der THC-Anteil bei Haschisch in den vergangenen sieben Jahren, 2011 ging er gar auf 8,15 Prozent zurück. Bei Cannabisblüten variierte der Wirkstoffgehalt kaum, er lag seit 2003 stets zwischen 11 und 13 Prozent. Das beschlagnahmte Cannabiskraut enthielt 2011 im Durchschnitt sogar nur knapp 3 Prozent THC.

Außerdem zeigen die vom Senat vorgelegten Zahlen, dass die Berliner Polizei ihre Cannabis-Beute seit Anfang der 90er Jahre kräftig erhöht hat: Beschlagnahmten die Beamten 1994 4 Kilogramm Marihuana und 85 Kilo Haschisch, waren es 2011 schon 280 und 96 Kilo. Besonders erfolgreich sind die Drogenfahnder in diesem Jahr: Bis Ende Juni kassierten sie bereits 260 Kilo Gras und 170 Kilo Hasch.

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Regeln statt Verbot: Drogen legalisieren für den Frieden

news.de, 04.07.2012
von Isabelle Wiedemeier

60.000 Tote – der Krieg gegen die Drogen ist gescheitert, daran haben hochkarätige internationale Politiker keinen Zweifel mehr. Stattdessen fordern sie jetzt Regulierung: Regeln und Kontrolle sollen Konsumenten helfen und das Blutvergießen stoppen. Heino Stöver setzt sich dafür seit Jahren ein, ein neues Buch macht konkrete Vorschläge.

Nein, Professor Stöver will nicht den kollektiven Rausch. Er will keine wilde Legalisierung von Cannabis, Koks und womöglich Heroin. Er fordert Regeln und Kontrolle. Denn Stöver findet, dass Drogen sehr gefährlich sein können. «Zu schädlich, um sie unkontrolliert Schwarzmarkt und Kriminalität zu überlassen.»

Dieser Meinung ist auch Felipe Calderón, doch hat er daraus bislang ganz andere Konsequenzen gezogen. Der mexikanische Präsident blies gleich nach seiner Wahl im Dezember 2006 zum Krieg gegen die Drogenkartelle. Seitdem sind fast 60.000 Menschen in Mexikos Drogenkrieg gestorben. Die Zahl der Morde pro 100.000 Einwohner ist von 8 auf 18 gestiegen, ein Großteil der Mexikaner arbeitet für die Drogenmafia, Kinder wollen Drogenboss werden, und die «Narcos», wie die Drogenhändler heißen, werden in den populären Narcocorridos besungen, die in Mexikos Charts hoch und runter laufen.

Auch Vicente Fox hält Drogen für gefährlich. Fox ist Calderóns Vorgänger und stand 2006 kurz davor, ein Gesetz zu unterschreiben, das den Besitz geringer Mengen von Rauschmitteln erlaubt. Seit er erlebt hat, was der Drogenkrieg seines Nachfolgers anrichtete, bekundet er öffentlich, man müsse über Legalisierung und Regulierung von Drogen sprechen. So sehen das inzwischen viele seiner Kollegen, Brasiliens Ex-Präsident Fernando Henrique Cardoso, César Gaviria aus Kolumbien und sein Vorgänger Ernesto Zedillo zum Beispiel. Der peruanische Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa forderte 2010 die Legalisierung von Drogen. Denn bislang ist Drogenanbau, Handel, Verkauf und Konsum nicht nur verboten, sondern auch nicht reguliert – und damit ohne Kontrolle.

Weiterlesen auf news.de: http://www.news.de/gesellschaft/855327143/drogen-legal-regeln-statt-verbot-drogen-legalisieren-fuer-den-frieden/1/

Kriminelle Chlorierung

Einen interessanten Einblick in das Katz-und-Maus-Spiel der Produktion und Verfolgung von Research Chemicals liefert das Online-Magazin Vice:

Kriminelle Chlorierung
von Hamilton Morris
Vice BETA

Die klandestine Chemie wäre allgemein eine recht monotone Landschaft, nur hier und da aufgelockert durch GBL-Verseifungsspielwiesen und Pseudoephedrin-Reduktionshaine. Wären da nicht die experimentierfreudigen Einzelgänger, Tüftler und Gentleman-Wissenschaftler sowie ihr Bestreben, das Feld der Synthese psychoaktiver Drogen in ihren eigenen vier Wänden zu beackern. Die Teilnahme an der Hochzeit der beiden Outlaws Nukleophil und Elektrophil ist jedoch nicht wohlgelitten und verlangt von den Beteiligten einen hohen Preis: ihre Freiheit. Im Folgenden ein Interview, das ich mit einem klandestinen Chemiker aus meinem Bekanntenkreis geführt habe, dessen Interesse für verbotene Moleküle ihn hinter Gitter gebracht hat.

VICE: Ich möchte über klandestine Chemie sprechen und über die Arbeit in einem Untergrundlabor. Wie bist du dazu gekommen?
Anonymer Chemiker:
 In den frühen 1990er Jahren gab es eine regelrechte Informationsflut über Psychedelika. Terence McKenna stolzierte in einem DMT-T-Shirt herum und sprach über Salvia, obwohl niemand wusste, woher man Salvia oder DMT beziehen konnte. Es schien geradezu kriminell, ein Grateful-Dead-Konzert oder einen Rave besuchen zu müssen—diese schrecklichen Szenen—um an interessante und ungewöhnliche Drogen zu kommen, aber man hatte eigentlich keine andere Wahl. Einige Substanzen waren über Chemiebedarfsanbieter schon immer auf dem Markt erhältlich, aber die meisten Phenylethylamine ließen sich nur schwer oder gar nicht beschaffen. Ich interessierte mich schon als Kind für Naturwissenschaften und folgte meiner Neugier bis zum logischen Schluss. Meine erste richtige Synthese war DMT. Rückblickend wirkt das zwar lächerlich, aber ich konnte DMT einfach nicht anders beschaffen. Niemand stellte Extrakte her; das war die Zeit vor der allgemeinen Verfügbarkeit pflanzlicher Ressourcen. Ich beschäftigte mich mit der Synthese und entschied mich für den klassischen Weg über Indol. Meine erste DMT-Synthese war allerdings ziemlicher Mist—im wahrsten Sinne des Wortes, denn Indol stinkt nach Fäkalien—und sie verpestete das ganze Haus, in dem ich wohnte. Das war noch vor der Meth-Lab-Hysterie. Eine nach Fäkalien und Lösungsmitteln stinkende Wohnung war zwar nicht normal, aber das ließ nicht gleich sämtliche Alarmglocken schrillen. Als mir die DMT-Herstellung endlich gelungen war, hatte ich so viel über Chemie gelernt, dass mir eine wesentlich umfangreichere Palette an Synthesen für meine Arbeit zur Verfügung stand.
Das war so etwa um 1993, als es diesen Hype um MDMA gab. Wie ich bereits erwähnte, waren diese furchtbaren Raves in vollem Gang. Zuerst war es nur ein sehr teueres Hobby; ich verschenkte alles, was ich herstellte. Auf lange Sicht war es jedoch ein Verlustgeschäft, sodass ich das Zeug schließlich auch verkaufte.

Was hat dich veranlasst, die Substanzen in größeren Mengen zu verbreiten?
Man hört all diesen messianischen Mist von Chemikern. Mein Motiv war ziemlich klar: Ich wollte einfach Drogen ausprobieren, an die ich anderenfalls nicht herangekommen wäre. Ich probierte MDMA und wechselte zu DOM, Meskalin, 2C-B und diversen anderen. Ich hatte Spaß an der Wirkung meiner Substanzen, wenn ich sie auf den Markt brachte, und an den Fragezeichen in den Gesichtern der Leute. Das war sieben Jahre lang meine Haupteinnahmequelle.

Interessant, wie sich die Dinge geändert haben. Heute kann man die meisten dieser Drogen problemlos beziehen, aber die Grundstoffe für ihre Synthese werden sorgsam unter Verschluss gehalten.
Ja, heute ist es anders. Damals war es ziemlich schwierig, auch nur eines der substituierten Benzaldehyde zu bekommen; sie gehörten im Chemiehandel nicht gerade zu den Selbstläufern. Der Direktverkauf an den Verbraucher steckte im internationalen Chemiehandel noch in den Kinderschuhen. Und heute werden bestimmte Waren viel strenger kontrolliert—damals konnte man ein Fass mit etwa 200 l Kampfer 1070 oder Ocoteaöl für 3.000 Dollar kaufen. Heute ist das einfach nicht mehr möglich. Ich würde nicht sagen, dass es schwerer oder leichter geworden ist; jetzt ist einfach alles anders, und es wird sich weiterhin alles ständig verändern. Ich gebe dir mal ein Beispiel: Um 1998 versuchte ich mit eine paar Leuten, an einigen von Shulgins Thioverbindungen, den 2C-Ts, zu arbeiten. Sie waren viel komplizierter als die Standardphenylethylamine und wir bekamen es einfach nicht richtig hin. Also taten sich schließlich ein paar private Chemiker und Investoren zusammen und beauftragten ein Labor in Polen damit, ein Kilo 2C-T-7 herzustellen. Das war sagenhaft teuer.Soviel ich weiß, war diese gemeinsame Anstrengung der erste Fall einer Auftragssynthese für eine Graumarktdroge durch den Endverbraucher. Kaum zwei Jahre später war die Substanz ein voller Erfolg und wurde als Blue Mystic in den Niederlanden eingeführt und dann als reine Chemikalie in den USA. 2C-T-7 war eine der ersten „Forschungschemikalien“ im Sinne der modernen Designerdrogen, und ich glaube, ihre anfängliche Beliebtheit rührte daher, dass sie in klandestinen Labors nur schwer herzustellen und bis dahin einfach nicht zu erhalten war.

Damals diente das Internet der Verbreitung von Informationen über Drogen. Es ging weniger um die Verbreitung der Drogen selbst.
Anfang der 1990er Jahre entstanden eine Reihe von Foren, in denen Chemiker zusammenkamen, um über ihre Arbeit zu diskutieren. Ihre Diskussionen führten dazu, dass viele Synthesen in normales, für jedermann verständliches Englisch übersetzt wurden. PiHKAL machte alles erheblich einfacher—Shulgin bedient sich einer Sprache, die auch normale Menschen verstehen können. Die Online-Diskussionen gingen jedoch noch darüber hinaus. Sie sorgten dafür, dass viel mehr Menschen beschlossen, sich an der Synthese von MDMA zu versuchen.

Weiterlesen auf vice.com:
www.vice.com/de/read/kriminelle-chlorierung-0000312-v8n9?Contentpage=2

Betrunken bei der Arbeit: Alkoholmissbrauch in Brandenburg überdurchschnittlich

Einer Studie zufolge müssen im Land Brandenburg überdurchschnittlich viele Erwerbstätige wegen Alkoholmissbrauchs ärztlich behandelt werden

PNN vom 12.09.2012
von Matthias Matern

Potsdam – Im Land Brandenburg haben überdurchschnittlich viele Erwerbstätige ein Alkoholproblem. Das zumindest ist ein Ergebnis des aktuellen Gesundheitsreports der Barmer Ersatzkasse für das Land Brandenburg. Einer Erhebung unter bundesweit 3,5 Millionen bei der Barmer versicherten Erwerbstätigen zufolge wurden im Jahr 2010 bei 1,17 Prozent der Personen „Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol“ festgestellt. Trauriger Spitzenreiter mit einem Anteil von 1,59 Prozent ist Mecklenburg-Vorpommern, gefolgt von Hamburg, Bremen, Berlin, Schleswig-Holstein und Bayern. Das Land Brandenburg landet laut dem Barmer-Ranking mit 1,25 Prozent auf dem siebten Platz. Am geringsten ist der Anteil der Erwerbstätigen, die wegen Alkoholproblemen ärztlich behandelt werden mussten, in Thüringen (1,02 Prozent).

Im Land Brandenburg, das auch nach Auswertung der Barmer-Daten bundesweit den höchsten Krankenstand aufweist, wurden die Angaben von insgesamt 187 000 Personen analysiert. Zwar sei der Anteil derer, die aufgrund von Alkoholproblemen krank geschrieben seien, im Vergleich zu denen, die aufgrund anderer Ursachen fehlten, gering. Doch sei die Sucht nicht selten Auslöser für andere attestierte Beschwerden oder Unpässlichkeiten und werde somit statistisch gar nicht erfasst, gab der Landesgeschäftsführer der Barmer Brandenburg, Hermann Schmitt, am Dienstag zu bedenken. Zudem sei der bundesweit geschätzte volkswirtschaftliche Schaden durch Alkoholmissbrauch mit rund 26 Milliarden Euro immens. „Bei jeder sechsten Kündigung ist übermäßiger Alkoholkonsum ein Grund“, so Schmitt.

Weiterlesen auf pnn.de: http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/680212/

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Substanzanalysen: EU-Projekt testet Legal Highs

An verschiedenen Orten in Deutschland wird daran gearbeitet,  Substanzanalysen von Drogen zu etablieren. Der Berliner Regierung hat sich im Rahmen des aktuellen Koalitionsvertrags zwischen SPD und CDU dazu verpflichtet, noch in der laufenden  Legislaturperiode ein Drugchecking-Modellprojekt einzuführen.

Im Rahmen eines  EU-Projekts zu “Spice” und synthetischen Cannabinoiden testet zudem Dr. Volker Auwärter vom Institut für Rechtsmedizin an der Freiburger Uniklinik so genannte “Legal Highs” auf ihre Inhaltsstoffe.

Die Ergebnisse der Analysen sind im Netz auf einer Homepage des Frankfurter Vereins “Basis e.V.” zu finden: http://legal-high-inhaltsstoffe.de/.

Drogen und Suchtbericht 2012 veröffentlicht

Drogen und Suchtbericht 2012 veröffentlicht

Der Drogen- und Suchtbericht 2012 zeigt: Insgesamt gehen die KonsumentInnen-Zahlenim Tabak-, Alkohol- und Cannabiskonsum zurück.

Der Bericht kann hier heruntergeladen werden [PDF ca. 2 MB].

 


Dyckmans: Drogen- und Suchtpolitik zeigt Wirkung, Risikogruppen stärker in den Fokus nehmen.

Pressemitteilung der Bundesdrogenbeauftragten vom 22.05.2012
Im Original lesen auf drogenbeauftragte.de

Anlässlich der Veröffentlichung des Drogen- und Suchtberichts 2012 erklärt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans: „In vielen Bereichen zeigen die Maßnahmen zur Verringerung des Drogen- und Suchtmittelkonsums Wirkung. Dennoch gibt es weiterhin Gruppen mit besonders hohem oder riskantem Konsum, die noch besser erreicht werden müssen.“

Der Tabakkonsum von Jugendlichen hat im Jahr 2011 einen erneuten Tiefststand erreicht. Die Zahl der rauchenden Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren ist 2011 auf unter 12 % gesunken. Auch beim regelmäßigen Alkoholkonsum Jugendlicher gibt es einen rückläufigen Trend (2001: 17,9 %; 2011: 14,2 %). Beim Cannabiskonsum geht der Anteil Jugendlicher und junger Erwachsener, die mindestens einmal im Leben Cannabis probiert haben, ebenfalls weiter zurück. Er fiel von 15,1 % im Jahr 2004 auf 6,7 % im Jahr 2011.

Dagegen ist das Rauschtrinken bei älteren Jugendlichen und jungen Erwachsenen immer noch weit verbreitet. Die alkoholbedingten Krankenhauseinweisungen sind weiter gestiegen. Auch der regelmäßige Alkoholkonsum von jungen Erwachsenen (18-25 Jahre) ist unverändert hoch und lag 2001 wie 2011 bei knapp 40 %.

Es zeigt sich zudem, dass das gewerbliche Glücksspiel bei Jugendlichen
(16-17 Jahre) und bei jungen Erwachsenen (18-20 Jahre) stark zugenommen hat. Dies ist mit einem höheren Suchtrisiko für diese Altersgruppe verbunden.

Zunehmend verbreitet ist auch der exzessive oder pathologische Computer-spiel- und Internetgebrauch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Etwa 250.000 der 14- bis 24- Jährigen gelten als internetabhängig, 1,4 Mio. als problematische Internetnutzer.

„Wir müssen unsere Präventionsmaßnahmen gezielt auf Risikogruppen ausrichten. Prävention wirkt nur, wenn sie die betroffenen Menschen auch erreicht. Dazu brauchen wir passgenaue Hilfsangebote. Die Nationale Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik setzt dort an. Nun geht es darum, weitere Schritte zu ihrer Umsetzung auf den Weg zu bringen“, so die Drogenbeauftragte.

Ein Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf dem Bereich der Computerspiel- und Internetsucht. „Wir möchten in diesem Bereich nicht nur die Datenlage durch Studien weiter verbessern”, so Dyckmans. „Es bedarf auch weiterer Anstrengungen zur besseren Aufklärung der Menschen über einen verantwortungsvollen Computer- und Internetgebrauch und zur Verbesserung der Hilfsangebote.

Ein weiterer Ansatzpunkt ist der Spieler- und Jugendschutz beim Glücksspiel. Bei der Novellierung der Spielverordnung setze ich mich weiterhin für eine drastische Reduzierung der Anzahl der Automaten in Gaststätten ein. Ein weiteres Thema des kommenden Jahres wird auch die Gesundheit im Alter sein. Wir müssen Wege finden, wie ältere Menschen mit Suchtproblemen besser vom Suchthilfesystem erreicht werden.“

Hintergrund zum Drogen- und Suchtbericht 2012

Der Drogen- und Suchtbericht 2012 gibt einen umfassenden Überblick über die Aktivitäten der Bundesregierung im Bereich Drogen und Sucht des vergangenen Jahres auf nationaler und internationaler Ebene. Er berichtet zudem über aus-gewählte Projekte und Aktivitäten aus Ländern, Kommunen und Verbänden. Dieses Jahr würdigt der Drogen- und Suchtbericht mit seiner Rubrik „Vorgestellt“ das freiwillige bürgerschaftliche Engagement für die Suchtprävention.