Nichtraucherwettbewerb für Schulklassen startet – bis 08.11. anmelden!

Der 15. bundesweite Nichtraucherwettbewerb Be Smart – Don’t Start startet wieder. Der Wettbewerb 2014/15 findet in der Zeit vom 10.11.2014 bis 24.04.2015 statt.

Be Smart – Don’t Start motiviert junge Menschen, gar nicht erst mit dem Rauchen anzufangen. Der Wettbewerb richtet sich an Schulklassen ab Klassenstufe sechs.

Schulklassen können sich bis zum 08.11.2014 hier anmelden: www.besmart.info

Exzessiver Medienkonsum: AWO, Chill out & Babelsberger Filmgymnasium veranstalten Praxis- und Fachtag

Am 01. Oktober 2014 veranstalten die ambulante Suchtberatungs- und -behandlungsstelle der Arbeiterwohlfahrt Potsdam (AWO) und die Fachstelle für Konsumkompetenz des Chill out e.V. in Kooperation mit dem Babelsberger Filmgymnasium einen gemeinsamen Fachtag zum angemessenen Mediennutzung und Prävention exzessiven Medienkonsums.

2014-10 AWO-CO Fachtag Neue Medien Flyer

Die Teilnahme ist kostenfrei,
Anmeldung bitte per eMail an suchtberatungsstelle@awo-potsdam.de.

Infos und Programm finden Sie hier im Textmodus.

Den Flyer inkl. Anmeldekarte können Sie hier downloaden [PDF 280 KB]. 

 

ChillOut und Partner initiieren Information und Beratung @ Przystanek Woodstock 2014

Woodstock ohne Grenzen: Jetzt mit Pausenbereich!
Deutsch-polnisches Kooperationsprojekt bietet Information und Beratung zu Drogen und Sex auf dem Woodstock-Festival 2014

Woodstock_Banner

Unter dem Motto „Be Woodstock – Be Safe!“ bieten Brandenburger Partner aus dem Gesundheitsbereich auf dem Woodstock-Festival in diesem Jahr vielfältige Informationen und Beratung, die sich vor allem an deutschsprachige Besucher_innen wendet.

Ziel ist die Förderung der sexuellen Gesundheit sowie Aufklärung und Unterstützung beim Konsum von Alkohol und anderen Drogen. Dabei kommen vielfältige Informationsmaterialien zum Einsatz. Präventionsbotschaften werden spielerisch, interaktiv und ohne erhobenen Zeigefinger vermittelt. Das Angebot findet sich auf dem Hügel neben der „Akademie der wunderschönen Künste“.

Das Projekt startete im Juni 2014 mit einem Treffen mit Vertreter_innen des Gesundheitsministeriums Brandenburg und der Woiwodschaft Lebus sowie von NROs aus Brandenburg und Polen. Die Projektpartner planen die Weiterführung der deutsch-polnischen Kooperation über 2014 hinaus.

Koordinierender Träger zur Umsetzung des Projekts ist der Chill out e.V. – Verein zur Förderung akzeptierender Drogenarbeit mit Sitz in Potsdam. Chill out ist anerkannter freier Träger der Jugendhilfe und tritt seit vielen Jahren für eine sachgerechte Gesundheitsförderung, Suchtprävention und Drogenberatung ein.

Das Projekt wird vom Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Land Brandenburg unterstützt.

2014_SaferNightlife-Icons

***** Folge unseren Tweets und Posts! *****

ChillOut & partners @ Przystanek Woodstock 2014

2014-06-24 17.37.29_Woodstock-CrewHaltestelle Woodstock / Przystanek Woodstock 2014:
Polnisch-deutsche Zusammenarbeit zur Gesundheitsförderung von Festival-Besucher_innen gestartet.

Mit einem binational besetzten Vernetzungstreffen am 24.06.2014 im freiLand Potsdam ging die Kooperation polnischer und deutscher Partner_innen im Gesundheitsbereich zur Initiierung eines gemeinsamen Angebots auf dem Haltestelle-Woodstock-Festival in die heiße Phase.

Das Woodstock-Festival ist Europas größtes Rockfestival, dass sich neben einer enormen Zahl von Besucher_innen (geschätzt 800.000) – darunter viele aus Deutschland – auch durch seine vielfältige und friedvolle Atmosphäre auszeichnet.

Die deutschen Partner_innen werden in diesem Jahr zum ersten Mal einen eigenen ChillOut- und Informationsbereich einrichten, in dessen Rahmen vor allem deutschsprachige Besucher_innen vielfältige Informationen und Mitmach-Aktionen zu den Themen sexuelle Gesundheit und Drogen erwarten.

Projektträger ist der Chill out e.V. – Verein zur Förderung akzeptierender Drogenarbeit in Potsdam. Am Projekt beteiligen sich zahlreiche weitere Partner_innen, darunter die Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen sowie diverse Mitglieder der Initiative Brandenburg gemeinsam gegen Aids. Das Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucher des Landes Brandenburg unterstützt das Projekt.

Crystal: Bündnis’90/Die Grünen fordern Aktionsplan

Crystal: Regierung muss Aktionsplan vorlegen – auch zweite Studie veröffentlichen

Pressemitteilung der Bundestagsfraktion Bündnis’90/Die Grünen vom 10.03.2014
Im Original lesen auf gruene-bundestag.de

Zur Crystal-Studie des Bundesministeriums für Gesundheit erklärt Dr. Harald Terpe, Sprecher für Drogen und Suchtpolitik:

Seit zehn Jahren steigen die Sicherstellungsmengen von (Meth-)Amphetamin. Die Bundesregierung hat zehn Jahre tatenlos dieser Entwicklung zugesehen. Inzwischen sind 65 Prozent der erstauffälligen Konsumenten „harter Drogen“ (Meth-) Amphetaminkonsumenten. Die Entwicklung ist völlig aus dem Ruder gelaufen. Wir fordern die Bundesregierung auf, einen „Aktionsplan Crystal“ vorzulegen, der Forderungen zur Prävention, Therapie und Schadensminimierung stellt und bieten unsere Mitarbeit an.

Die Crystal-Studie empfiehlt, Pilotprojekte zum sogenannten „Drug Checking“ (mobile Drogentests in der Partyszene) durchzuführen. Diese Forderung unterstützen wir nachdrücklich und fordern die Bundesregierung auf, die rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen für ein „Drug Checking-Projekt“ noch in diesem Jahr zu schaffen. In Wien und der Schweiz wird dieses Präventionsinstrument seit Jahren erfolgreich eingesetzt. Deutschland darf hier den Anschluss an die internationale Entwicklung nicht verpassen.

Im Party-Setting ist eine Aufklärung über die Ansteckungsgefahr mit Hepatitis durch so genannte Ziehröhrchen am dringendsten. Hier muss die Bundesregierung die Szene nahen Selbsthilfegruppen und Partydrogenprojekte durch entsprechende zielgruppenorientierte Modellprojekte unterstützen. Kinder sind bei Crystal-abhängigen Eltern gefährdet, eine enge Kooperation mit der Jugendhilfe ist für diese Kinder vorrangig. Für die Crystal-User fehlen ambulante psychotherapeutische Angebote und Selbsthilfegruppen gerade in Bayern und Sachsen, hier sind die Landesregierungen gefragt.

Die Bundesregierung kann bis heute keine genauen Zahlen für Crystal-Konsumenten oder Abhängige vorlegen. Sowohl in den BKA-Berichten als auch in den Suchtsurveys werden immer noch Amphetamin und Crystalkonsumenten vermischt. Wir fordern hier klare, eindeutige Statistiken und jährlich neue Zahlen.

In der heute veröffentlichten Studie weisen die Wissenschaftler auf Seite 71 im Übrigen auf einen zweiten Cyrstal-Bericht hin, der dem BMG vorliegt, aber bislang nicht veröffentlicht wurde. Dieser Bericht soll konkrete Expertenforderungen enthalten. Wir fordern die Bundesregierung auf, diesen Bericht umgehend zu veröffentlichen.

Quelle: Bündnis’90/Diue Grünen, Bundestagsfraktion

Kiffend in die Psychose

Cannabis ist weniger harmlos, als viele glauben: Es kann das Gehirn von Jugendlichen dauerhaft verändern und psychische Störungen bis hin zur Schizophrenie auslösen.

Die ZEIT, 09.12.2013
von Julia Völker

Das Gefühl von Wärme und Geborgenheit war lang ersehnt. Im Dunst des langsam verbrennenden, süßlich riechenden Marihuanas fühlte sich Finn Berger* endlich frei. Frei von den quälenden Gedanken und frei von der Anspannung, die sich seit Monaten durch sein Leben zogen. „Ohne die Drogen hätte ich das nicht geschafft“, sagt der 18-Jährige. „Ohne sie wäre ich vielleicht gar nicht mehr am Leben.“

Berger war 15, als sich seine Mutter das Leben nahm und er zu seinem ersten Joint griff. „Damals hatte ich keine Ahnung vom Leben und erst recht nicht davon, wie ich mit meinen Gefühlen umgehen soll“, sagt er. Er erinnert sich an die künstlichen Momente des Glücks, bevor sein Leben aufs Neue vollständig zusammenbrach, weil er sich unwissend selbst langsam zerstörte. Berger verfiel dem Cannabis. Jener Droge, die als weich gilt und deshalb von vielen unterschätzt wird.*

„Cannabis ist ein sehr großes Problem unserer Gesellschaft“, sagt der Psychiater Rainer Thomasius, Leiter des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Kaum jemandem seien die schwerwiegenden Folgen regelmäßigen Konsums bewusst, „insbesondere jungen Menschen in der Pubertät nicht“, sagt er.

Weiterlesen auf zeit.de