Rauschfunk 1 – Akzeptierende Drogenarbeit

Es ist soweit, Chill Out geht On Air! Seit diesem Jahr produziert das Freiwilligen-Team von Chill Out auch Radio-Sendungen, die zuerst im Potsdamer Lokal-Radio “Frrapó” und anschließend hier als Podcast zu hören sind (aus rechtlichen Gründen sind die Podcasts ohne Musik).

Für unsere allererste Folge haben sich Rü, Manu, Lisa, Kathi und Erik erst mal den Grundlagen zugewendet: Akzeptierende Drogenarbeit ist das theoretische Fundament von Chill Out und vielen anderen Institutionen, die dem rein Abstinenz-orientieren Ansatz in der Drogenarbeit ein niedrigschwelligeres Konzept entgegensetzen, das auf Aufklärung, Drogenmündigkeit, Safer Use und Harm Reduction basiert.

Warum das Sinn macht, wie das in der Praxis auf Festivals und in Clubs aussieht und mit welchen Vorurteilen wir dabei immer wieder zu kämpfen haben, könnt ihr hier nachhören.

 

Playlist

  • “8.9.6 MB” (Crunch 22)
  • “Dance Of The Pseudo Nymph” (Flying Lotus)
  • “Flim” (Aphex Twin)
  • “Spanish Breakfast” (Rone)
  • “666” (Sugar Candy Mountain)

 

Shownotes

ChillOut & partners @ Przystanek Woodstock 2014

2014-06-24 17.37.29_Woodstock-CrewHaltestelle Woodstock / Przystanek Woodstock 2014:
Polnisch-deutsche Zusammenarbeit zur Gesundheitsförderung von Festival-Besucher_innen gestartet.

Mit einem binational besetzten Vernetzungstreffen am 24.06.2014 im freiLand Potsdam ging die Kooperation polnischer und deutscher Partner_innen im Gesundheitsbereich zur Initiierung eines gemeinsamen Angebots auf dem Haltestelle-Woodstock-Festival in die heiße Phase.

Das Woodstock-Festival ist Europas größtes Rockfestival, dass sich neben einer enormen Zahl von Besucher_innen (geschätzt 800.000) – darunter viele aus Deutschland – auch durch seine vielfältige und friedvolle Atmosphäre auszeichnet.

Die deutschen Partner_innen werden in diesem Jahr zum ersten Mal einen eigenen ChillOut- und Informationsbereich einrichten, in dessen Rahmen vor allem deutschsprachige Besucher_innen vielfältige Informationen und Mitmach-Aktionen zu den Themen sexuelle Gesundheit und Drogen erwarten.

Projektträger ist der Chill out e.V. – Verein zur Förderung akzeptierender Drogenarbeit in Potsdam. Am Projekt beteiligen sich zahlreiche weitere Partner_innen, darunter die Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen sowie diverse Mitglieder der Initiative Brandenburg gemeinsam gegen Aids. Das Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucher des Landes Brandenburg unterstützt das Projekt.

Steriles Spritzbesteck für Gefangene!

Die Deutsche AIDS-Hilfe fordert die deutschen Justizvollzugsanstalten auf, Gefangenen Zugang zu sterilem Spritzbesteck als Schutz vor HIV und Hepatitis zu gewähren. Unterstützt wird die Initiative vom Paritätischen Wohlfahrtsverband, dem Bundesverband der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit und von akzept e. V. 

Chill out e.V. unterstützt die Aktion selbstverständlich ebenfalls.

Die Website „Saubere Spritzen für Gefangene“ sucht dringend Unterstützer/innen, die die Forderung unterzeichnen oder auch am 10.12.2013 (Tag der Menschenrechte) eigene Aktionen starten. Auf der Seite finden Sie Interviews mit Heino Stöver, einen Beitrag vom NDR und weitere Infos rund um die Spritzenvergabe in Haft und die geplanten Aktionen: www.drogenundmenschenrechte.de

15 Jahre Chill out e.V.

Am 23.11.2012 beging der Chill out e.V. in einer Veranstaltung im freiLAND sein 15-jähriges Jubliäum. Anlässlich der 15-Jahres-Feier erschienen in den Postdamer Medien folgende Berichte.

Bericht bei Potsdam TV vom 23.11.2012

„Aufklärung – ab drei Jahren“

Interview mit Geschäftsführer Rüdiger Schmolke in der PNN vom 23.11.2012

[…]

Wie kam es zur Gründung von Chill out?

Auf eine Initiative von Sozialpädagogik-Studenten der Fachhochschule Potsdam im Jahr 1997. Sie wollten ein explizit niedrigschwelliges Angebot für Konsumenten illegaler Drogen aufbauen, da sie dort eine Lücke in Potsdam sahen. Anfangs war das alles ehrenamtlich. Von Beginn an hatte Chillout das Konzept der akzeptierenden Drogenarbeit, bei der der Drogenkonsum nicht verurteilt oder bewertet wird. Das ist die Voraussetzung, um vielen Menschen überhaupt Hilfe zukommen lassen zu können. Das wird leider oft missverstanden, nach dem Motto: Die finden ja jeden Drogenkonsum in Ordnung. Vor allem als Chillout startete, kursierten Vorurteile, dass da alle selber Drogen nehmen würden, vereinzelt höre ich das sogar noch heute. Aber über die Jahre konnten wir beweisen, dass uns dieser Ansatz wichtig ist, um verantwortungsvoll mit unseren Klienten und Zielgruppen umzugehen und bei ihnen ein Nachdenken über den Konsum zu erreichen.

Wer kommt vor allem zu Ihnen?

Wir beraten natürlich alle Altersgruppen, aber der Schwerpunkt liegt auf Kindern und Jugendlichen. Es ist daher ein großer Erfolg, dass wir seit diesem Jahr im Freiland-Gelände sitzen, wo wir näher an der Lebenswelt der Jugendlichen dran sind. Chillout hat ja eine lange Odyssee hinter sich: Anfangs saß die Stelle in einem abrissreifen Weberhäuschen in der Karl Liebknecht-Straße, danach ging’s in die Watt-Straße, dann waren wir viele Jahre in der Feuerbach-Straße und ab 2006 im Haus der Jugend.

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„Chill Out“ bezieht offiziell neues Domizil

Zum Video auf potsdamtv.de

Flurgespräche im Freiland
„Chill Out“ bezieht offiziell sein neues Domizil

POTSDAM / TELTOWER VORSTADT – Die letzten Tage und Wochen liefen die Arbeiten noch einmal auf Hochtouren: „Es ist noch nicht alles total perfekt, aber der Großteil ist geschafft“, sagt Annett Bauer, die Vorstandsvorsitzende von „Chill Out“.

Für die Gründerin ist der Umzug des Vereins zur Förderung akzeptierender Drogenarbeit „ein Schritt nach vorn, aber auch back to the roots.“

MAZ, 03.04.2012
Von Stephan Henke

Damit meint die Vereinsgründerin, dass am alten Standort im Haus der Jugend der Draht zu den Jugendlichen verloren ging, „in den letzten Jahren hatten wir kaum Zielgruppenkontakt.“

Im Freiland soll sich das ändern, schließlich sind die Jugendlichen gleich vor Ort. Bauer verspricht sich davon auch, wieder mehr Nachwuchs an den Verein ziehen zu können. Außerdem sieht sie den Vorteil der kurzen Wege, das Freiland ist für sie „ein total cooler Knotenpunkt.“

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Die Stärkung des Ichs
Drogen- und Suchtberatungsstelle von „Chill Out“ eröffnete neues Domizil auf dem „Freiland“-Areal

PNN, 03.04.2012
von Steffi Pyanoe

Innenstadt – Die Klienten da abholen, wo sie sind – der gern zitierte Anspruch ist auch maßgeblich für die Arbeit der „Chill Out“-Mitarbeiter. Am gestrigen Montag wurde das neue Domizil des Vereins, der seit 1997 Sucht- und Drogenberatung sowie Präventionsarbeit anbietet, auf dem Freiland-Gelände in der Friedrich-Engels-Straße 22 eröffnet.

„Mit unserem offenen Haus passen wir gut hierher. Die Verzahnung von Jugendkulturarbeit und -sozialarbeit ist uns wichtig“, sagte Rüdiger Schmolke, Leiter der Suchtpräventionsfachstelle. Der Umzug aus der Schulstraße hat weiterhin den Vorteil, dass sich die Fläche der Räumlichkeiten verdoppelt: Zwei große Büro- und Besprechungsräume sowie zwei Beratungsräume erlauben Rückzugsmöglichkeiten für kleinere und größere Gruppen.

Zur Eröffnung kam neben Vertretern des Jugendhilfeausschusses und Martin Staege, Regionalleiter der Berliner Volksbank, die einen neuen Fußboden gesponsert hatte, die Bereichsleiterin regionale Kinder- und Jugendhilfe, Bärbel Stooß. 133 800 Euro bekommt der Verein in diesem Jahr von der Stadt für 2,5 Personalstellen, Betriebskosten und die Miete, die nun an „Freiland“ fließt. „Wir brauchen das Angebot des Vereins, das ist eine qualitativ hochwertige Leistung“, sagte Stooß.

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